Holz: »Der genialste Baustoff.«

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Der Baustoff Holz ist ein echter Allrounder. (Foto: FingerHaus)
Der Baustoff Holz ist ein echter Allrounder. (Foto: FingerHaus)

Um Holz als Baumaterial einsetzen zu können, benötigt man wenig Energie. Der Energieverbrauch bei der Herstellung von Beton und Tonziegeln ist wesentlich schlechter: Warum?

Und der Gewinner ist: Holz

Holz ist ein natürlicher, nachwachsender Rohstoff. Das allein begründet einen riesigen ökologischen Vorteil gegenüber künstlich erzeugten Baumaterialien wie Beton und Tonziegeln. Es muss nicht unter hohem Energieverbrauch in Hochöfen oder Brennwerken hergestellt oder aus der Erde gefördert werden, sondern wächst einfach im Wald und braucht dazu nur Erde, Wasser, Licht sowie Luft. Außerdem benötigt Holz in der Aufbereitung zum Werkstoff die geringste Energiemenge: Das Stammholz lässt sich vollständig verwerten, zum einen als Kant- und Brettholz, zum anderen als Rohstoff für Holzwerkstoffe. Und alle Reste werden im Herstellerbetrieb energetisch genutzt, das reduziert die CO2-Emission schon in der Produktion.

Auch insgesamt ist der ökologische Fußabdruck durch CO2-Belastung bei Holz viel kleiner als bei anderen Baustoffen. Sehr häufig beziehen die Sägewerke ihr Material aus ihrem direkten Umkreis, das macht die Transportwege kurz und schont das Klima. Handelt es sich zudem um Holz aus nachhaltiger Forstwirtschaft, bekommt es sogar noch extra Umwelt-Pluspunkte.

ZIEGEL sind wahre Energiefresser. Sie werden zwar aus den natürlichen Rohstoffen  Lehm und Ton hergestellt, das Brennen verbraucht aber ungeheuer viel Energie. Für diesen Prozess sind sehr hohe Temperaturen nötig, um die Ziegel haltbar und stabil zu machen. Zwei Drittel der insgesamt zur Produktion von Ziegeln erforderlichen Energie werden bereits in dieser Herstellungsphase verbraucht. Das letzte Drittel wird dann noch für die aufwendige Trocknung, die Konfektionierung und den internen Transport benötigt. Bei der Herstellung von Ziegeln wird 5-mal mehr CO2 freigesetzt als bei der Erzeugung von Bauholz.

Die Produktion von BETON schadet dem Klima durch CO2. Der Baustoff besteht aus Zement, Wasser und Gesteinskörnungen. So weit, so unbedenklich. Aber bei der Verarbeitung dieser Rohstoffe zu Beton wird Energie benötigt. Diese gewinnt man hauptsächlich aus der Verbrennung von Öl – einem Prozess, der direkt eine große Menge CO2 freisetzt. Enthält der Beton zusätzlich Stahl, kann sich der Energiebedarf im ungünstigsten Fall sogar noch verdoppeln. Die Klimabilanz von Beton sieht also gar nicht gut aus: Bei der Herstellung von Beton wird doppelt so viel CO2 freigesetzt wie bei der Erzeugung von Bauholz.

Die Aufbereitung von HOLZ zu Baumaterial verbraucht so wenig Energie wie kein anderer Baustoff in seiner Herstellung. Nur für das Entrinden, Schneiden, den innerbetrieblichen Transport und das technische Trocknen wird bei der Bauholzgewinnung Energie benötigt. Viele Betriebe erzeugen die Wärme zur Trocknung allerdings durch das Verbrennen von Holzabfällen – so schlägt dieser Arbeitsschritt weder in der CO2-Bilanz noch als Energiekosten zu Buche. Zur Produktion von Bauholz wird nur ein Bruchteil der Energie benötigt, die bei der Herstellung von Ziegeln oder von Beton anfällt.

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