Platzreserve im Untergeschoss – Ausbau zum Wohnkeller geht auch später noch

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Fertigkeller: Schwieriger Baugrund muss kein Ausschlusskriterium für Bauherren sein, sondern kann beispielsweise bei einer Hanglage sogar langfristig Vorteile wie eine schöne unverbaubare Aussicht bieten. (Foto: FingerHaus)
Schwieriger Baugrund muss kein Ausschlusskriterium für Bauherren sein, sondern kann beispielsweise bei einer Hanglage sogar langfristig Vorteile wie eine schöne unverbaubare Aussicht bieten. (Foto: FingerHaus)

Beim Hausbau auf den Keller verzichten? – Das sollte wohlüberlegt sein, sagt die Gütegemeinschaft Fertigkeller (GÜF). Denn häufig halte das Untergeschoss genau die Platzreserve im Eigenheim bereit, die in Häusern ohne Keller eines Tages fehlen könnte. „Familien wachsen, Lebensumstände und Arbeitsorte verändern sich – wohl dem, der dann eine Platzreserve im Keller mobilisieren kann. Denn die ist kostengünstiger und zweckmäßiger als nachträgliche An- oder Umbauten am Haus und nimmt außerdem keine weitere Gartenfläche in Beschlag“, so der GÜF-Vorsitzende Dirk Wetzel. Möglich sei es auch, den Keller erst später zum Wohnkeller auszubauen, um so die anfängliche Bausumme um etwa 20.000 Euro zu senken.

Die meisten privaten Bauherren sind Familien mit Kindern. Und die wenigsten davon können finanzielle Aspekte bei der Planung ihres Eigenheims außer Acht lassen. „Ihre Planung erfolgt kostenbewusst, sollte aber auch weitsichtig ausfallen, damit das neue Familiendomizil ein dauerhaft sicherer, harmonischer und flexibler Lebensmittelpunkt sein kann“, so Wetzel, Geschäftsführer bei Glatthaar Keller. Ein Fertigkeller unter dem Haus könne die gewünschte Sicherheit und Flexibilität bieten – auch, wenn er erst später zum Wohnkeller ausgebaut wird.

Für ein qualitätsgeprüftes Untergeschoss mit RAL-Gütezeichen „Fertigkeller“ spricht, dass er auf fast jedem Baugrundstück – vor allem auch in Hanglagen und bei aufgeweichten Böden – ein sicheres Fundament für die oberen Stockwerke darstellt und gleichzeitig hochwertigen Wohnraum schafft, ohne selbst mehr Grundfläche zu benötigen. Auf kleinen Grundstücken mit kompakten Häusern bietet der Keller den größten Raumgewinn. Oder andersherum gesagt: „Wer die Kostenersparnis für ein kleineres Grundstück in den Keller refinanziert, fährt damit oft günstiger als mit einem großen Grundstück und einem Haus ohne Keller“, weiß der Experte.

Fertigkeller werden industriell im Werk vorgefertigt und dann planungssicher in kurzer Bauzeit auf dem Baugrundstück montiert. Die großformatigen Bauelemente für einen Fertigkeller aus wasserundurchlässigem WU-Beton ermöglichen individuelle Grundrisse und Nutzungsoptionen, die das Erd- und Obergeschoss sinnvoll entlasten und erweitern können. Der Technikraum ist eine von vielen sinnvollen Möglichkeiten, ebenso wie ein Arbeitszimmer, die Garage, eine Wellness-Oase, ein Hobbyraum oder auch eine separate Wohneinheit im Untergeschoss. Diese könne zum Beispiel von der Großeltern-Generation, von den eigenen Kindern oder von einer häuslichen Pflegekraft bewohnt werden.

Grundsätzlich werde heute fast jeder Fertigkeller als Wohnkeller konzipiert und früher oder später entsprechend ausgebaut. Das Untergeschoss ist dann bereits mit komfortablen Deckenhöhen und mit Wärmedämmung sowie mit den individuell passenden Lösungen für Tageslicht und Frischluft vorbereitet. Für eine separate Wohneinheit kann eine getrennte Leitungsführung vorbereitet werden. Ebenso werden Elektro- und Sanitärinstallationen vorbereitet und die Abdichtung und Entwässerung des Kellers von Anfang an sichergestellt. Auf Hanggrundstücken besitzt eine Kellerseite häufig eine breite Fensterfront. Bei ebenen Geländesituationen können innovative Lichtschächte oder auch ein Lichthof den Wohnkomfort weiter erhöhen. Innentüren, Bad- und Bodenfliesen und weitere Wand- und Bodenbeläge können aus Kosten- oder Zeitgründen auch später noch eingebaut werden. „Alles in allem mutet der Wohnraum, den ein Keller heute bietet, ebenso wertig und komfortabel an, wie es die Zimmer in den oberen Stockwerken tun. Und dabei ist der Keller in der Fertigung und Montage deutlich preiswerter als das Erd- oder Obergeschoss. Er bietet dem Bauherrn durchschnittlich 40 Prozent zusätzliche Nutz- und Wohnfläche für Mehrkosten von etwa 20 Prozent im Vergleich zu kellerlosen Häusern“, so Wetzel.

QUELLEGÜF
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