Hersteller von Fertigkellern stärken den seriellen Wohnungsbau

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Fertighaus und Fertigkeller passen wie Topf und Deckel. (Foto: FingerHaus)
Fertighaus und Fertigkeller passen wie Topf und Deckel. (Foto: FingerHaus)

Deutschland braucht mehr Wohnungsbau, und zwar schnell, effizient und nachhaltig. Hoffnungen zum Erreichen dieses Ziels ruhen auf dem seriellen Bauen und der industriellen Vorfertigung von Bauelementen. Zwei Industriezweige, die ihre Kompetenzen und Erfahrungen in diesem Bereich immer öfter vom Ein- und Zweifamilienhausbau auf den Wohnungsbau übertragen, sind die Fertighaus- und Fertigkellerbranche. Der Vorsitzende der Gütegemeinschaft Fertigkeller (GÜF), Dirk Wetzel, erklärt: „Wir müssen und möchten den aktuellen Anforderungen des Marktes und der Menschen gerecht werden. Gemeinsam mit der Fertighausindustrie schaffen wir individuelle Kundenlösungen auch für größer dimensionierte Bauprojekte, die dank des seriellen Ansatzes und der Vorfertigung im Werk besonders nachhaltig, detailtreu und planungssicher sowie nicht zuletzt umfassend qualitätsgeprüft sind.“

Die geprüfte Qualität bei Kellern und Bodenplatten erkennen Bauherren am RAL-Gütezeichen „Fertigkeller“, das exklusiv den Mitgliedsunternehmen der GÜF vorbehalten ist. Um es zu bekommen, müssen sie jährlich die Einhaltung umfassender Güte- und Prüfbestimmungen nachweisen. Zusätzlich zu gütegeprüften Wohnkellern und Bodenplatten für alle erdenklichen Grundstückssituationen sowie baustatischen Anforderungen bringen die GÜF-Unternehmen beim Wohnungsbau auch aussteifende Konstruktionen über die Kellerdecke hinaus ein, sowie Aufzugschächte und Treppenhaustürme in Fertigbauweise, welche die strengen Kriterien in den Bereichen Schall- und Brandschutz ab Gebäudeklasse 3 erfüllen. Die Bauten der Kellerhersteller werden als Stahlbetonkonstruktion mit Abdichtung nach WU-Richtlinie für „Wasserundurchlässige Bauwerke aus Beton“ ausgeführt. Zu den weiteren Leistungen der GÜF-Unternehmen im Wohnungsbau zählen etwa das Errichten von Tiefgaragen inklusive Rampen, das Einbringen der Dämmung unter der Bodenplatte und an der Außenwand des Kellergeschosses sowie der Einbau von Lichtschächten und Treppenanlagen in Stahlbeton. „Betonfertigteile besitzen für all diese Anwendungsbereiche unter Berücksichtigung der passgenauen und recht kurzen Fertigungszeit Vorteile gegenüber der Ortbetonbauweise und nehmen daher im Wohnungsbau signifikant zu“, so der GÜF-Vorsitzende und Geschäftsführer des Unternehmens Glatthaar Keller, Dirk Wetzel. Gerade bei der innerstädtischen Nachverdichtung punkte die Fertigbauweise mit ihrer guten Planbarkeit und kurzen Montagedauer und damit weniger Beeinträchtigungen der umliegenden Infrastruktur.

Vom Prozessablauf her passt die Fertigbauweise aus Stahlbeton im unteren Gebäudebereich bestens zur Fertigbauweise der darüberliegenden Geschosse. Ebenfalls von Vorteil für Bauherren sei die über Jahrzehnte erprobte und aufeinander abgestimmte Zusammenarbeit der Fertigkellerhersteller mit der Holz-Fertighausindustrie. „Die Erfahrung aus über 100.000 gemeinsamen Bauvorhaben der GÜF-Unternehmen mit der Fertighausindustrie, insbesondere den Herstellern des Bundesverbandes Deutscher Fertigbau, vermeidet Schnittstellenprobleme und sichert Bauherren von Ein- und Zweifamilienhäusern, aber eben zunehmend auch von größeren Objekt- und Wohnungsbauten größtmögliche Planungssicherheit zu“, unterstreicht Wetzel und er schließt: „Nachhaltiges Bauen bedeutet auch, Gebäude von Anfang an ganzheitlich von der Unterkellerung bis zum Dach zu denken und zu planen sowie die Vorteile seriellen Bauens und industrieller Vorfertigung effizient zu nutzen, um schließlich qualitativ hochwertige Gebäude zu errichten, die über viele Jahrzehnte sicher und komfortabel bewohnt beziehungsweise genutzt werden können.“ GÜF/FT

QUELLEGütegemeinschaft Fertigkeller
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