Schlafzimmer 2016: Mit Farben zum Träumen

Braun, Blau, Lila & Co beeinflussen die Stimmung und das Wohlbefinden

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Natürliche Farbtöne tragen im Schlafzimmer zum Relaxen bei.
Natürliche Farbtöne tragen im Schlafzimmer zum Relaxen bei. (Foto: FingerHaus)

Braun, Blau, Lila & Co beeinflussen die Stimmung und das Wohlbefinden

Kein anderes Zimmer in der Wohnung bietet so viel Raum für Sinnlichkeit, Entspannung und Harmonie wie das Schlafzimmer. Im hektischen Treiben der heutigen Zeit finden Seele, Geist und Körper besonders hier ihre Ruhe. Beim Einrichten der privaten Wohlfühloase spielen Wirkung und Zusammenspiel von Farbe und Licht deshalb eine wichtige Rolle.

„Jede Farbe hat eine eigene Wirkung. Diese gilt es bei der Schlafzimmerplanung besonders zu beachten. Vor allem kühle Farben eignen sich aufgrund ihrer beruhigenden Ausstrahlung für das Schlafgemach“, weiß Dirk-Uwe Klaas, Hauptgeschäftsführer vom Verband der Deutschen Möbelindustrie (VDM). Hierzu zählen beispielsweise Blau und Violett in ihren ganzen Farbnuancen. So unterschiedlich jeder Mensch ist, so verschieden sind auch die bevorzugten Farbwelten. Wer etwa generell schlechter schlafen kann oder von ängstlicher Natur ist, für den wirkt Blau besonders entspannend. Violett hat einen eher meditativen Charakter und eignet sich gut zum Relaxen. Auch kühle Naturtöne wie Braun oder Grün – vor allem in Kombination mit Holz – verströmen Behaglichkeit und Wärme, die sich direkt positiv auf das Wohlbefinden auswirkt. Warme Farben wie Rot, Orange oder Gelb wirken anregend und stimulierend und sollten eher im aktiveren Umfeld wie im Arbeits- oder Hobbyzimmer verwendet werden.

Zu welchem Farbtyp jemand zählt, kann leicht beim nächsten Besuch eines Möbelfachgeschäftes herausgefunden werden. Dort kann jeder die verschiedensten Farbtöne und deren Wirkung im Umfeld von Bett und Kleiderschrank in Ruhe auf sich wirken lassen und seine eigenen Präferenzen feststellen. Ob ein eleganter Kleiderschrank mit cappuccinofarbenen Hochglanzfronten, eine Kommode in seidenmatter Glanzoptik oder ein Nachttisch mit blauer Lackoberfläche – Farben lassen Möbelstücke immer in einem besonderen Licht erscheinen.

Wand- und Stehleuchten tragen zu einem warmen Ambiente bei

Auch bei der Auswahl der Beleuchtung im Schlafzimmer ist die Wirkung von Licht in die Planung mit einzubeziehen. Eine großflächige Beleuchtung, die selbst die kleinste Ecke aus dem Schatten holt, strahlt wenig Entspannung aus. Eine Wohlfühl-Atmosphäre stellt sich am besten ein, wenn gezielt mit Wand- oder Stehleuchten gearbeitet wird. In vielen Schlafzimmern befinden sich noch Halogenstrahler und Glühbirnen, die einerseits kaltes Licht abgeben und andererseits wahre Stromfresser sind. Dabei schaffen LED-Leuchten (Light Emitting Diode) mit ihrem warmen Licht ein wesentlich angenehmeres Ambiente und sind ganz nebenbei deutlich umweltfreundlicher. Besonders im Sommer lernen die Bewohner die langlebigen Energiebündel zu schätzen, weil sie den verwendeten Strom nahezu vollständig in Licht umsetzen und kaum Wärme an den Raum abgeben. Herkömmliche Glühbirnen wirken dagegen wie einzelne Heizkörper, welche die Raumluft ungewollt erwärmen. Mittlerweile können die unterschiedlichsten Beleuchtungssysteme geschickt in Möbel integriert werden. Nützliche LED-Leuchten an den unteren Bettkanten, die per Sensor beim Ausstieg aus dem Bett aktiviert werden, weisen einem auch in der Nacht den Weg aus dem Raum. Ebenso strahlen LED-Leuchten im Kleiderschrank automatisch auf, wenn die Tür oder das einzelne Fach geöffnet werden.

Störelemente reduzieren

Neben der Farbwahl und Beleuchtungsart tragen weitere Faktoren zum Wellness-Charakter im Schlafzimmer bei. Auch im Raum der Träume gilt: Weniger ist mehr. Eine große Anzahl von Wohnaccessoires machen den Raum unruhig – und damit auch den Bewohner. Störelemente wie Arbeitsunterlagen, Bügelwäsche oder Fernseher sollten aus der eigenen neuen Wellness-Oase verbannt beziehungsweise deutlich von ihr getrennt werden. Der so beliebte begehbare Kleiderschrank bietet ausreichend Raum für Jacke, Hose & Co. und bewahrt die Intimsphäre eines jeden Einzelnen – besonders Frauen assoziieren hiermit häufig ihren eigenen, ganz privaten Laufsteg.

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