Das Badezimmer nimmt einen immer höheren Stellenwert ein

Renovierungsboom hält an

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Ein barrierefreies Badezimmer genießen Menschen aller Altersklassen. (Foto: FingerHaus)
Ein barrierefreies Badezimmer genießen Menschen aller Altersklassen. (Foto: FingerHaus)

09Knapp 30 Prozent der Deutschen wollen nach einer aktuellen Studie der Vereinigung der Deutschen Sanitärwirtschaft bis 2019 Veränderungen und Anschaffungen im Badezimmer vornehmen. „Davon profitieren auch die deutschen Badmöbelhersteller, denn es geht bei der Renovierung immer auch um Komfort und Gemütlichkeit“, ergänzt Ursula Geismann, Sprecherin des Verbandes der Deutschen Möbelindustrie. Der einstige Hygieneraum wird mit seinen durchschnittlich 9,1 m² zunehmend zur Wohlfühloase. Zum einen ist es der demografische Wandel, der das Thema befeuert, denn immer mehr ältere Menschen wollen immer länger zu Hause wohnen bleiben und brauchen einen barrierefreien Zugang zum Bad und zur Dusche. Zum anderen ist derzeit alles im Trend, was in irgendeiner Hinsicht für die Gesundheit förderlich ist.

Die bodengleichen Duschen mit barrierefreiem Zugang genießen Menschen aller Altersklassen. Gleichzeitig erleichtern sie den älter werdenden Menschen und vor allem Menschen mit körperlicher Beeinträchtigung den Zugang zur Dusche. Endlich sind rutschhemmende und trotzdem schicke Bodenbeläge im Angebot, die sicheren Halt für Nutzer jeden Alters bieten. Gesundheitsförderndes Wohlfühlfeeling hat viele Aspekte. So gibt es für die unterschiedlichsten Tageszeiten inzwischen den passenden Wasserstrahl. Individuelle Dusch-Szenarien, gerne gekoppelt mit passendem Lichtprogramm im Raum, sind bei immer mehr Menschen gewünscht: „Am Morgen zur Aktivierung und am Abend zur Entspannung, prasseln fontänenartige Wasserfälle beim Duschen auf ihre glücklichen Benutzer“, so Geismann.

Im Möbelbereich ist ganzheitliches Interior Design statt technisch wirkendem Produktdesign angesagt. Modulare Badmöbel, die individuell geplant werden, sind im Kommen. Das kann ein Solitär mit Waschtisch sein, ein Spiegelschrank mit eingebautem LED-Licht, ein Hochschrank mit Apothekerauszug ähnlich wie in der Küche. Eine Sitzgelegenheit, gerne auch eine Bank für zwei Personen, darf im modernen Bad nicht fehlen. Einmal zur Entspannung, aber auch zum bequemen Socken anziehen oder Schuhe schnüren. Das Badezimmer wird wie alle anderen Bereiche des Wohnens wohnlicher, gemütlicher und behaglicher und entwickelt sich zum Lieblingsraum für entspannte Stunden.

Holz als Möbeloberfläche ist dabei in Kombination mit weißem Lack der Renner der Saison. „Das moderne Badezimmer ist heute der Zwilling der Küche,“ erläutert Geismann die Entwicklung, „denn für den benötigten Stauraum wollen die Kunden intelligente Möbel“. Mehr und mehr setzten sich daher Schubläden mit Softeinzug und Vollauszug durch. Der Vollauszug einer Schublade erlaubt den kompletten Überblick ihres Innenlebens und damit das sorgfältige Unterbringen und Wiederfinden der vielfältigen Produkte. Auch die Handhabung wird dem Nutzer immer leichter gemacht, wenn grifflose Schübe einfach mit dem Knie auf leichten Druck hin geöffnet und auch geschlossen werden können. Auch diese sind im Badezimmer von Vorteil. Die Menschen halten sich übrigens täglich durchschnittlich 40 Minuten im Bad auf. Frauen liegen über dem Durchschnitt, Männer darunter. VDM

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