Bau-Tipps Keller: Gute Basis

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Bau-Tipps Keller: Bei Häusern in Hanglage ist das Untergeschoss ein Muss. (Foto: FingerHaus)
Bei Häusern in Hanglage ist das Untergeschoss ein Muss. (Foto: FingerHaus)

Ohne geht es nicht. Entweder steht das Haus auf einer Fundamentplatte oder auf einem Keller. Ein Keller wiederum hat viele Vorteile. Wir geben Bau-Tipps rund um das Fundament eines Hauses. 

Nicht alle Baufamilien entscheiden sich für einen Keller, obwohl die Vorteile klar auf der Hand liegen: Mehr und flexibel nutzbare Fläche. Dabei bietet ein modernes Untergeschoss längst nicht nur Platz für Vorräte und Gartengeräte, sondern kann als hochwertiger Wohnraum ausgebaut werden. Zudem steigert ein Keller den Wert eines Hauses, wie Immobilienprofis immer wieder bestätigen.

Der Keller kann auch als Garage genutzt werden. (Foto: FingerHaus)
Der Keller kann auch als Garage genutzt werden. (Foto: FingerHaus)

Aus einer Hand

Idealerweise kommen Haus und Keller von einem Unternehmen. Dann sind beide Bereiche mit ihren jeweiligen Anforderungen optimal aufeinander abgestimmt – und das von der Planung bis zur Ausführung. Das Fertighausunternehmen FingerHaus kann mit dem Unternehmen FingerKeller für ein solches Gesamtprojekt einen hohen Qualitätsstandard, innovative Technik und Termintreue zusagen.

Bilden Haus und Keller eine Einheit mit innenliegendem Treppenhaus muss der Keller bei der energetischen Betrachtung berücksichtigt werden. (Foto: FingerHaus)
Bilden Haus und Keller eine Einheit mit innenliegendem Treppenhaus muss der Keller bei der energetischen Betrachtung berücksichtigt werden. (Foto: FingerHaus)

Für jeden der richtige Keller

Keller gibt es in verschiedenen Ausführungen – vom einfachen, unbeheizten Nutzkeller bis zum hochwertigen Wohnraum für Gäste, Hobbys oder als Einliegerwohnung zum Vermieten. Zum Wohnkeller wird das Untergeschoss durch eine Geschosserhöhung sowie durch eine sehr gute Dämmung. Die Beheizung der Räume und der Einfall von ausreichend Tageslicht sind ebenso Voraussetzungen für einen Wohnkeller.

Für das kleine Budget bietet FingerKeller einen Kompakt-Keller an, der energetisch komplett vom Haus getrennt ist. Diese Kellervariante ist nur von außen zugänglich und muss weniger aufwendig gedämmt werden.

Beton

Ein Keller ist eine stabile Basis, seine 24 Zentimeter dicken Betonwände sind dicht und überaus tragfähig. Der Stahlanteil der doppelt bewehrten Kellersohle beträgt bis zu 14 kg/m2. Die Geschosshöhe eines Finger-Kellers liegt standardmäßig bei 2,50 Meter. Wenn die Bodenverhältnisse es erfordern, kann der Keller auch nach dem Prinzip der „Weißen Wanne“ ausgeführt werden. Dazu werden wasser- undurchlässiger Beton und ein spezielles Abdichtungssystem eingesetzt.

Alternativ: Die Fundamentplatte

Wer auf das Untergeschoss verzichtet, benötigt eine Fundamentplatte für sein Haus. Diese muss nicht nur die statische Lastaufnahme des Hauses übernehmen, sondern hohe Anforderungen an die Dämmung erfüllen. Die „Thermo+ Fundamentplatte“ von FingerKeller fügt sich perfekt in die Gebäudehülle ein und ermöglicht die Umsetzung anspruchsvoller KfW-Effizienzhaus-Standards.

Interview

Fragen an Christian König, Vertriebsleiter FingerHaus GmbH, Frankenberg

REDAKTION: Lässt sich bei der Entscheidung „Keller oder Fundamentplatte?“ in den letzten Jahren ein eindeutiger Trend erkennen?

C. König: Aufgrund der allgemeinen Grundstücksknappheit und der damit einhergehenden Grundstückssituation ist der Keller in den letzten Jahren stärker gefragt. Häufig handelt es sich um kleine, schwierig bebaubare Grundstücke, allen voran Hanggrundstücke. Das Verhältnis zwischen Keller und Fundamentplatte liegt bei ca. 30 zu 70.

REDAKTION: In vielen Regionen befinden sich die Baulandpreise auf einem hohen Niveau. Wenn als Folge daraus die Grundstücke kleiner werden, entscheiden sich dann mehr Bauherren für ein Untergeschoss, um die Grundfläche optimal auszunutzen?

C. König: Ja, das ist in jedem Fall so. Ein Kellergeschoss ist häufig die einzige Option, um die gewünschte Wohn- und Nutzfläche realisieren zu können.

REDAKTION: Welche Nutzungsabsicht verbinden Bauherren mit einem Keller hauptsächlich? Welcher Anteil von Untergeschossen wird bei FingerHaus zu Wohnzwecken ausgebaut?

Räume im Keller lassen sich bei entsprechender Belichtung gut als Wohn- und Arbeitsflächen nutzen. (Foto: FingerHaus)
Räume im Keller lassen sich bei entsprechender Belichtung gut als Wohn- und Arbeitsflächen nutzen. (Foto: FingerHaus)

C. König: Die Anzahl reiner Nutzkeller ist weiterhin rückläufig. Der Anteil von ausgebauten Kellern steigt hingegen stetig an. Verantwortlich hierfür sind einerseits die Grundstückspreise in Metropolregionen und Ballungszentren, die besonderen Grundstückssituationen, aber auch das veränderte Nutzungsverhalten (Einliegerwohnung, Gäste-Zimmer, Home-Office, Hobbyraum, Sport- und Wellness etc.).

REDAKTION: Welche Argumente für und gegen einen Keller werden im Rahmen der Bauherrenberatung bei FingerHaus „abgearbeitet“?

C. König: Für einen Keller sprechen das Mehr an Wohn- und Nutzraum. Auch fürs Erdgeschoss bleibt dann mehr Grundfläche, dadurch dass Heizung, Technik, Waschräume, Büros usw. im Keller vorgesehen sind. Bei einem Haus mit Keller fallen der Wiederverkaufswert sowie die Bewertung seitens der Bank höher aus. Ein Keller reduziert die Baunebenkosten (wie das Auffüllen und Abfangen der Baugrube). Das Kellergeschoss bietet eine Reihe ganz unterschiedlicher Möglichkeiten an – vom reinen Nutz- oder Kompakt-Keller bis hin zum Wohnkeller oder einer Teilunterkellerung. Gegen einen Keller sprechen die Mehrkosten für Dämmmaßnahmen zur Einhaltung der Effizienzhaus-Förderstufen. Insgesamt bringt der Bau eines Kellers einen erheblichen Mehrwert mit sich, der auf ca. 40 Prozent des Hauswerts beziffert werden kann, obwohl die tatsächlichen Mehrkosten bei nur 10 bis 15 Prozent der Bausumme liegen.

„Home-Office, Gästezimmer, Hobbyraum … Gerade diese Flexibilität ist unseren Bauherren sehr wichtig.“

Endlich Platz für Hobbys, Spiel und Sport – das wünschen sich viele Familien, die vielleicht aus beengten Mietverhältnissen kommen. (Foto: FingerHaus)
Endlich Platz für Hobbys, Spiel und Sport – das wünschen sich viele Familien, die vielleicht aus beengten Mietverhältnissen kommen. (Foto: FingerHaus)

REDAKTION: Wie lösen FingerHaus-Planer die Stauraum-Frage, wenn auf Fundamentplatte gebaut wird?

C. König: Durch die Vergrößerung der Grundfläche und die Schaffung von zusätzlichen Abstellflächen und Nischen beispielsweise unter der Treppe. Bei der Stauraum-Frage kommt den Bauherren zugute, dass die Komponenten der Wärmepumpen sowohl im Innen- als auch im Außenbereich sehr kompakt sind, dadurch reduziert sich die benötigte Aufstellfläche deutlich. Es gibt auch die Möglichkeit mit Anbaumodulen den Hauswirtschaftsraum oder die Garage zu vergrößern. Ein Stauraum-Klassiker ist der Spitzboden, der über eine Bodeneinschubtreppe begehbar ist.

REDAKTION: Ist bei Bauherren das Thema radondichter Keller relevant?

C. König: Das Thema ist nur selten und wenn, dann eher regional von Bedeutung. Die WU-Bauweise (wasserundurchlässiger Beton) des Kellers gewährleistet eine Radon-Dichtigkeit.

REDAKTION: Macht eine Teilunterkellerung für die Haustechnik Sinn?

C. König: Bei Hanggrundstücken macht eine Teilunterkellerung Sinn, insbesondere zur Auslagerung der Heiz- und Haustechnik. Dadurch kann man auf zusätzliche Anbauten, wie eine Garage, verzichten und Kosten sparen. Oder es eröffnet grundsätzlich eine andere Nutzungsmöglichkeit, wie zum Beispiel die Integration der Garage in den Keller.

REDAKTION: Welche Lösung gibt es für Grundstücke mit schwierigen Verhältnissen? Geht jedem Keller ein Bodengutachten voraus?

C. König: Die Planung des Hauses und des Kellers basiert auf einem grundstückbezogenen Baugrundgutachten. Die ausgeführte WU-Bauweise („weiße Wanne“) entspricht den strengen Anforderungen der WU-Richtlinie und somit dem neuesten Stand der Technik. Darüber hinaus sind beispielsweise druckwasserdichte Lichtschächte, Hebeanlagen etc. erhältlich, um die zumeist sehr individuellen Grundstücksgegebenheiten vollumfänglich zu berücksichtigen.

Solider Beton, bei Bedarf auch wasserundurchlässiger, bildet die Basis für das Untergeschoss des Hauses. Bezüglich der Maße und der Ausführung werden Keller und Haus exakt aufeinander abgestimmt. (Foto: FingerHaus)
Solider Beton, bei Bedarf auch wasserundurchlässiger, bildet die Basis für das Untergeschoss des Hauses. Bezüglich der Maße und der Ausführung werden Keller und Haus exakt aufeinander abgestimmt. (Foto: FingerHaus)

REDAKTION: Gibt es spezielle Lösungen für Hanghäuser?

C. König: Hier haben unsere Kunden einerseits die Möglichkeit einen Teilkeller zu beauftragen, andererseits den Kompakt-Keller. Dieser verfügt über einen separaten Zugang und ist energetisch komplett vom Erdgeschoss bzw. Haus getrennt, ohne dass auf den Komfort eines Nutzkellers verzichtet werden muss. Zudem stellt er eine kostengünstige Variante zum Standard-Keller dar.

REDAKTION: In den letzten Monaten hat sich das Leben vieler Familien verändert – durch Home-Office, Home-Schooling, Zuhausebleiben. Stellen Sie bei Ihren Kunden seitdem veränderte Wünsche bezüglich Raumgrößen, Raumaufteilung, Raumreserven fest?

C. König: Das Home-Office ist beinahe in jeder Beratung ein Thema und wird deshalb auch sehr häufig in die Kellerplanung übernommen. Aus diesem Home-Office kann aber schnell und einfach auch ein Gäste-Zimmer werden. Gerade diese Flexibilität ist unseren Bauherren sehr wichtig. Und wird dafür das Kellergeschoss genutzt, bleibt mehr Wohnraum im Erdgeschoss.

REDAKTION: Herr König, vielen Dank für das Gespräch.

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