Küche 2018: Trends und Entwicklungen

Reduzierte Ästhetik, optimaler Stauraum und smarte Elektrogeräte

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Eine reduzierte Ästhetik in der Küche strahlt Ruhe aus. (Foto: FingerHaus)
Eine reduzierte Ästhetik in der Küche strahlt Ruhe aus. (Foto: FingerHaus)

Im Neubau verschmelzen die einstig abgetrennten Wohnbereiche immer mehr zu einem großen Raum. Die Funktionszonen Kochen-Essen-Wohnen samt Treppenhaus werden eins. Dieser so entstehende offene Wohnraum hat natürlich auch Auswirkungen auf die Gestaltung und Ausstattung der modernen Küche. Auffällig in der aktuellen Saison sind daher die hohen Ansprüche an die Gesamtästhetik der Küche, an optimale Stauraumnutzung und an leise und smarte Elektrogeräte.

Gerade in Zeiten, in denen die Menschen zwischen einer Fülle von Produkten fast im Überfluss wählen können, ist der Wunsch nach Reduzierung in den eigenen vier Wänden verständlich. Und er passt auch zu dem guten alten und wieder beliebten Motto: „Weniger ist mehr“. Eine reduzierte Ästhetik bei den Küchenmöbeln ist dabei mehr als pure Schönheit. Sie schreit nicht ständig danach aufgeräumt, geputzt oder abgearbeitet werden zu müssen und strahlt somit eine gewisse Ruhe im eigenen Zuhause aus. „Komplettiert wird dieser Anspruch durch intelligente Stauraumsysteme, die jede Nische optimal ausnutzen und etwa Haushaltshelfer immer dann verschwinden lassen, wenn man sie gerade nicht braucht“, bestätigt Kirk Mangels, Geschäftsführer der Arbeitsgemeinschaft Die Moderne Küche e.V. (AMK), den Trend. Eine Küche ist innerhalb der Wohnung ein absoluter Funktionsbereich. „Wo gehobelt wird, da fallen Späne, und daher sind alle Ideen, die zur Vereinfachung der Abläufe in der Küche beitragen, den Menschen willkommen“, erläutert Mangels weiter. Gutes Licht leuchtet Arbeitszonen aus und sorgt für eine wohnliche Gesamtatmosphäre. Ordnung und kurze Wege ermöglichen optimale Abläufe. So geht die Vorbereitung und die Zubereitung der Speisen leichter von der Hand und dank definierter Plätze für die etlichen Küchenutensilien, macht auch das Aufräumen Spaß.

Zum offenen Wohnstil gehören ebenso leise Elektrogeräte. „Wo Wände fehlen, sollten die Geräte äußerst leise arbeiten, damit sie die Bewohner nicht als störend empfinden“, erklärt Mangels die Entwicklung und ergänzt: „die Lautstärke geht hier nicht mehr mit der Leistung einher“. Dunstabzugssysteme, Kühlgeräte und Spülmaschinen der neuen Generation bestechen neben ihrem geringeren Energieverbrauch auch durch ihren niedrigen Geräuschpegel. Neuere Motoren und eine bessere Dämmung fördern damit die ungestörte Kommunikation in der Küche und tragen somit zum Wohlbefinden der Bewohner bei. Auch Dämpfungssysteme für Drehtüren, Hochschränke oder Auszüge haben sich am Markt behauptet und tragen deutlich zur Reduzierung der Geräuschkulisse einer Küche im „Normalbetrieb“ bei. Die neueste Generation all dieser Elektrogeräte toppt ihre Grundeigenschaften mit einer Steuerung über smarte Endgeräte. So sind Apps für Tablets und Smartphones auf dem Markt, mit denen man Backofen und Co. bedienen kann. Die Frage, ob der Herd wirklich aus ist, gehört damit der Vergangenheit an, denn man kann von überall Backofen oder Herd ansteuern und kontrollieren. Praktisch ist die sogenannte „Backofen-App“ auch deshalb, weil sie Tipps und Ideen für Rezepte liefert, den Garvorgang kontrolliert und mitteilt, wann Braten, Kuchen oder Auflauf fertig sind. (AMK)

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