Teil 9: Was man aus Holz so alles machen kann

Nummer 9: Furnier ist die Königsklasse bei den Oberflächen

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Natur pur und Design vom Feinsten: Furnier stellt die Königsklasse der Oberflächenmaterialien dar. Einzigartig in der Maserung, attraktiv im Auftritt und ein Minimalist in Sachen Materialverbrauch. Das sind nur einige der vielen positiven Eigenschaften dieses schönen Produktes. Welcher Baum aber einmal zu hauchdünnen Furnierblättern gefertigt werden darf, entscheiden Fachkräfte, die in Wäldern auf der ganzen Welt nach dem einen geeigneten Exemplar Ausschau halten.

Dabei machen aber längst nicht alle Baumarten das Rennen: Hauptsächlich gefragt sind Ahorn, Buche, Eiche, Esche und Nussbaum, die aus Deutschland und aus dem europäischen Umland stammen. Geerntet werden die passenden Bäume überwiegend im Winter, denn dann treiben sie nicht aus und die Stämme sind gleichmäßig trocken. Ist der richtige Baum mit der ganz besonderen Optik und Struktur gefunden, wird er geschält, gemessert oder gesägt. Das Schälen des Baumes kann man sich wie das Schälen eines Apfels vorstellen. Beim Messern wird das Holz wie ein Laib Brot geschnitten und beim Sägen entstehen besonders raue Oberflächen für den rustikalen Auftritt. Die daraus resultierenden Holzblätter sind je nach späterem Verwendungszeck im Durchschnitt 0,45 bis 6 Millimeter dick, wobei auch andere Maße machbar sind. Die Holzblätter werden vorsichtig getrocknet, damit keine Risse oder Wellen entstehen. Danach werden sie nach Qualität und Sorte gestapelt, per Schneiden auf die gewünschte Größe gebracht und anschließend zu einem so genannten Deck zusammengesetzt. Am Ende des Herstellungsprozesses werden diese Decks mittels Leim und hohem Druck je nach Einsatzzweck auf unterschiedliche Materialien aufgepresst. So wird Furnier dann Oberfläche von hochwertigen Möbeln, optisches Highlight in Fahrzeugen der Oberklasse, Endfinish für die hölzerne Badewanne, einzigartige Oberfläche von Skiern oder lichtdurchlässiger Lampenschirm. Furnier holt mit seiner besonderen Optik und Haptik aus bereits schönen Dingen das ganz Besondere heraus. 2014 lag der Furnierverbrauch in Deutschland bei 48,1 Mio. €.

QUELLEHDH
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