Ein Keller aus der Fabrik

Moderne Fertigkeller zum Wohnen werden industriell vorgefertigt und sind im Nu aufgebaut

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Dank industrieller Fertigung der Kellerbauteile ist der Kelleraufbau in wenigen Arbeitsstunden abgeschlossen. (Foto: FingerHaus)
Dank industrieller Fertigung der Kellerbauteile ist der Kelleraufbau in wenigen Arbeitsstunden abgeschlossen. (Foto: FingerHaus)

Wer beim Hausbau auf einen Keller verzichtet, muss mit weniger Nutzfläche auskommen und verschenkt gleichzeitig wertvollen Wohnraum. „Der Trend geht heute eindeutig zum Wohnkeller. Kleinere Grundstücke und veränderte Lebenskonzepte, wie sie zum Beispiel ein Home Office oder das Mehrgenerationenhaus mit sich bringen, machen das Untergeschoss als Wohnbereich zunehmend interessanter oder gar zwingend notwendig. Mit dieser Entwicklung einher gehen moderne Baulösungen für das Untergeschoss“, sagt Steffen Allmann von der Gütegemeinschaft Fertigkeller (GÜF).

Ein Fertigkeller aus der Fabrik ist eine moderne Bau- und Wohnlösung für das Untergeschoss und wird dementsprechend hochwertig produziert: Die industrielle Fertigung der Bauteile findet witterungsunabhängig in großen Werkshallen statt und zeichnet sich dort sowie später beim Kunden durch höchste Präzision und Verarbeitungsqualität aus. Die Garantie für diese und weitere Qualitätsmerkmale, wie umfassender Schutz vor Feuchtigkeit und Nässe, erhalten Bauherren durch das RAL-Gütezeichen „Fertigkeller“, das die GÜF-Mitgliedsunternehmen exklusiv tragen.

Computergesteuerte Kellerfertigung mit Kraft und Präzision

An einem großen Produktionstisch im Fertigkellerwerk werden zunächst die Schalung und dann die Stahlbewehrung eingelegt. Später einmal wird die Bewehrung die exakt ermittelten Lasten übernehmen, die das Haus und der Erddruck ausüben. Die Schalung wird maschinell mit Beton gefüllt. Wenn dieser getrocknet ist, hievt eine weitere computergesteuerte Maschine den gesamten Produktionstisch mit Kraft und Präzision in die Höhe. Sie dreht den Tisch kopfüber und verbindet die ausgehärtete Wandschale mit dem deckungsgleichen, frisch verfüllten Gegenstück zu einem fertigen Wandelement. Die Kellerbauer nennen diesen Vorgang „Hochzeit“.

Kelleraufbau ist in wenigen Arbeitsstunden abgeschlossen

Während die Hohlwand nun für einige Stunden zum Aushärten in die Härtekammer oder den Trockenbereich fährt, entstehen nur wenige Meter weiter an einem anderen Produktionstisch die einschaligen Innenwände, die das Untergeschoss einmal in verschiedene Wohn- und Nutzräume aufteilen sollen. Nur wenige Tage später werden alle vorgefertigten Wandelemente zum Bauherrn auf die Baustelle gebracht. Dort werden sie auf der Bodenplatte exakt zusammengesetzt und mit wasserundurchlässigem Beton zu einer monolithischen Wand verfüllt. Gleichzeitig werden die vorgefertigten Innenwände gesetzt und schließlich die Kellerdecke betoniert. „Der Aufbau des Kellers ist im Nu abgeschlossen. Nur wenige Arbeitsstunden vergehen, ehe der Kellerbauer eine etwaige finale Abdichtung vornehmen kann“, so Allmann. Kurzerhand sei das erste Geschoss des neuen Hauses fertiggestellt, biete wertvolle Wohnfläche und sei zugleich ein sicheres und hochwertiges Fundament für die weiteren Stockwerke. GÜF/FT

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