Ein Haus in Würfelform und toller Hanglage

0
24
Haus in Würfelform mit spitzem Dach: Das FingerHaus wurde perfekt in die Hanglage eingepasst. (Foto: FingerHaus)
Würfelspiel mit spitzem Dach: Das FingerHaus wurde perfekt in die Hanglage eingepasst. (Foto: FingerHaus)

Das Grundstück war längst gefunden, der Vertrag für den Hausbau unterschrieben. Doch als die Wellmanns loslegen wollten, stand plötzlich alles still. Der Verkäufer des Baugrunds lag im Krankenhaus und der Kaufvertrag damit auf Eis. Erst viele Monate später war alles unter Dach und Fach, und das Haus in Würfelform am Hang konnte endlich gestellt werden. Dafür wohnt es sich jetzt darin umso schöner.

„Ursprünglich wollten wir ein ebenerdiges Haus in Würfelform bauen, komplett barrierefrei.“

Ruhezone: Vom Wohnzimmer schaut die Familie nicht direkt in die Küche. An die linke Wand kommt noch ein Kaminofen, der Anschluss ist schon da. (Foto: FingerHaus)
Ruhezone: Vom Wohnzimmer schaut die Familie nicht direkt in die Küche. An die linke Wand kommt noch ein Kaminofen, der Anschluss ist schon da. (Foto: FingerHaus)

Das Zuhause der Wellmanns fällt auf. Auf den ersten Blick erinnert es an schneeweiße Bauklötze mit Fenstern, die ein begeistertes Kind an einem Hang übereinandergestapelt hat. Unten fahren die Autos in die große Garage, oben drüber wohnen die Menschen. Nur das spitze Satteldach unterbricht das streng geradlinige und rechtwinkelige Bild. „Ursprünglich wollten wir ein ebenerdiges Haus in Würfelform bauen, komplett barrierefrei“, erzählt Anne Wellmann zur Begrüßung. Doch das dafür passende Grundstück war im Jahr 2011 in der Main-Franken-Region einfach nicht zu finden. Zumindest nicht bezahlbar – die günstigen Bauzinsen machten attraktiven Baugrund schon damals knapp. Und so mussten Anne (34) und ihr Mann Christian (40) auf ein Hanggrundstück ausweichen und sich auf einen Alltag mit Treppen einstellen. Kein Problem: Heute wohnt die vierköpfige Familie auf drei Etagen und 208 Quadratmetern in traumhafter Südlage. „Und mit schöner Sicht auf die Altstadt“, sagt die Bauherrin und deutet auf den historischen Kern der 20 000 Einwohner zählenden Kleinstadt.

Hell, großzügig, offen: Von der Küche und dem Essbereich genießt die Familie einen schönen Ausblick. (Foto: FingerHaus)
Hell, großzügig, offen: Von der Küche und dem Essbereich genießt die Familie einen schönen Ausblick. (Foto: FingerHaus)

Der überwiegend weiß gestrichene Wohn-Ess-Bereich mit offener Küche ist tatsächlich von früh bis spät wunderbar hell, die großen Fenster und Schiebetüren lassen viel Sonne herein – ein herrlicher Lebensmittelpunkt für alle vier Wellmanns. Dass hier auf dem schicken Designboden so wenig Spielzeug herumliegt, verwundert zunächst, sind doch die beiden Kinder erst zwei und fünf Jahre alt.

Ein paar Schritte um die Ecke erklären den Verbleib von Autos, Puppen und Spielküche: Hier am Ende des Flures neben dem kleinen Duschbad, wo eigentlich ein Büro vorgesehen war, haben Paul (2) und Marie (5) ihr kunterbuntes Spielzimmer. „Da kann ich sie prima im Blick behalten“, sagt Anne Wellmann. Das ist auch einer der Gründe, warum die gelernte Krankenschwester den Hauswirtschaftsraum mit Waschmaschine und Trockner auf jeden Fall im Erdgeschoss haben wollte und nicht im Keller. „So bleibt die Wäsche da, wo sie anfällt und man muss nicht immer die Treppen runter laufen“, fügt sie hinzu. Der Raum dient praktischerweise auch als Abstellkammer für Staubsauger, Waffeleisen oder Gartenstuhlbezüge.

Kurze Wege im Alltag: Waschmaschine und Trockner stehen im Hauswirtschaftsraum gleich hinter der Küche. (Foto: FingerHaus)
Kurze Wege im Alltag: Waschmaschine und Trockner stehen im Hauswirtschaftsraum gleich hinter der Küche. (Foto: FingerHaus)

Lebensmittel lagern eine Etage tiefer im kühlen Keller. Neben der Vorratskammer gibt es noch den Technikraum und natürlich die Doppelgarage, wo der Fuhrpark der Familie seinen Platz findet: zwei Autos, Fahrradanhänger, Kinderwagen und Dreirad. Dazu die Gartengeräte nebst Rasenmäher. „Die Fahrräder haben wir jetzt an die Wand gehängt, um noch mehr Platz zu haben“, erzählt Christian Wellmann. Dank der hervorragenden Dämmung ließ sich hier unten auch ein Büro für seine Frau einrichten. Jetzt hat die selbstständige Stillberaterin ein vom Familientrubel abgeschirmtes Reich mit Schreibtisch, Sofa und separatem WC.

Traumbad im Dachgeschoss: Wohlfühlbereich mit Doppelwaschtisch, XXL-Wanne und bodengleicher Dusche. (Foto: FingerHaus)
Traumbad im Dachgeschoss: Wohlfühlbereich mit Doppelwaschtisch, XXL-Wanne und bodengleicher Dusche. (Foto: FingerHaus)

Das Dachgeschoss ist dann wieder allen Familienmitgliedern gewidmet. Hier gibt es vier nahezu gleich große Zimmer mit jeweils ungefähr zwölf Quadratmetern, die sich beliebig nutzen lassen. Derzeit ist das eine, nach Norden ausgerichtete, als Kinderschlafzimmer vorgesehen. Die drei nach Süden gelegenen Räume dienen als Elternschlafzimmer, Büro und Gästezimmer. „Letzteres soll aber mal Marie bekommen, wenn sie zur Schule geht“, erklärt Anne Wellmann die bald bevorstehende Umräumaktion. Das Wellnessbad hat XXL-Format, mit stattlicher Wanne, bodengleicher Walk-in-Dusche und Doppelwaschtisch. „Das fanden wir besser als die ursprünglich vorgesehenen zwei kleinen Bäder“, sagt die Hausherrin und fügt hinzu: „Wenn die Kinder größer sind, können sie auch auf das Duschbad im Erdgeschoss ausweichen.“ In ihrem Traumbad fehlt Anne Wellmann eigentlich nur eines: „Leider gibt es keinen Platz mehr für eine Sauna.“

„ein herrlicher Lebensmittelpunkt für alle vier Wellmanns.“

Arbeiten im Souterrain: Anne Wellmanns Büro mit separatem WC. (Foto: FingerHaus)
Arbeiten im Souterrain: Anne Wellmanns Büro mit separatem WC. (Foto: FingerHaus)

Der Kontakt zu FingerHaus kam durch einen Zufall zustande. Als die Wellmanns die ersten Grundstücke inspizierten und ihren Traum vom Eigenheim in die Tat umsetzen wollten, beauftragten sie zunächst einen freien Architekten mit der Planung. Doch ihre Ideen erwiesen sich als teuer: „Das wäre für uns unbezahlbar geworden“, sagt Christian Wellmann. Über verschiedene Hauszeitschriften stießen sie dann auf sehr schöne Fertighäuser mit kalkulierbaren Preisen. Als schließlich Bekannte so ein Haus bauten und sie zusätzlich ein Musterhaus nach ihrem Geschmack sahen – in Hanglage und Würfelform, mit Erkern und geraden Linien – stand der Entschluss fest: „Wir wollen auch ein Fertighaus!“

Der Arbeitsplatz von Christian Wellmann liegt unterm Dach – mit angrenzendem Südbalkon. (Foto: FingerHaus)
Der Arbeitsplatz von Christian Wellmann liegt unterm Dach – mit angrenzendem Südbalkon. (Foto: FingerHaus)

Ein Besuch bei FingerHaus in Frankenberg führte schnell zu einer ersten Zeichnung durch einen Architekten. Der Entwurf kam gleich gut an, allerdings waren im Bebauungsplan der Gemeinde weder eine Gaube noch ein Kniestock von 1,30 Metern vorgesehen. Doch die Familie erhielt trotzdem die Genehmigung für ihr etwas ungewöhnliches Vorhaben. Schließlich unterschrieben die Wellmanns im Frühjahr 2012 den Werkvertrag, mussten aber um das anvisierte Grundstück noch eine Weile zittern. Denn als das bestellte Bodengutachten Mitte des Jahres endlich grünes Licht gab, erlitt der Verkäufer des Baugrunds einen Unfall, und die Vertragsverhandlungen verzögerten sich um Monate. Die Nerven der Käufer lagen blank. Erst Anfang 2013 konnten sie das Geschäft abwickeln. Stelltermin durch FingerHaus war dann im Mai, im August zog die Familie in ihr neues Zuhause ein.

„Wir wollen auch ein Fertighaus!“

Ganz nah bei Mama: Die Kinder haben im Erdgeschoss ein Spielzimmer. (Foto: FingerHaus)
Ganz nah bei Mama: Die Kinder haben im Erdgeschoss ein Spielzimmer. (Foto: FingerHaus)

Jetzt, nach zwei Jahren, stehen nur noch ein paar Details auf dem Erledigungszettel. Zum Beispiel ein Kaminofen fürs Wohnzimmer oder ein Steinbelag für die vordere Terrasse. Ein weiterer Freisitz soll hinten im halbrund angelegten Garten gebaut werden. „Im Hochsommer ist es da schön kühl und schattig“, sagt Anne Wellmann, „außerdem spielen hier die Kinder.“

 

HINTERLASSEN SIE EINE ANTWORT

Please enter your comment!
Please enter your name here

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.