Ein Haus in Grau und Weiß – und im Bauhausstil

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Bauhausstil - Das Haus von Mareike und Florian Schreiber gleicht einem Würfel. (Foto: FingerHaus)
Schnörkellos: Das Haus von Mareike und Florian Schreiber gleicht einem Würfel. (Foto: FingerHaus)

Perfekt aufgeteilt, lichtdurchflutet und innen wie außen puristisch – so sollte ihr neues Zuhause in der Nähe von Darmstadt sein. Mit dem frei geplanten Finger-Haus im Bauhausstil haben Mareike und Florian Schreiber all das unter einen Hut, oder besser unter ein Flachdach bekommen.

Ganz in Weiß: Mareike Schreiber kocht und backt gerne – das Ergebnis freut die Gäste. Wie es danach aussieht? Egal, vom Sofa aus sieht es ja keiner. (Foto: FingerHaus)
Ganz in Weiß: Mareike Schreiber kocht und backt gerne – das Ergebnis freut die Gäste. Wie es danach aussieht? Egal, vom Sofa aus sieht es ja keiner. (Foto: FingerHaus)

Ein kurzer Blick in das Haus von Mareike und Florian Schreiber genügt, um die Lieblingsfarben der Familie auszumachen: Weiß und Grau. Weiß für die Möbel, die Küche und die meisten Wände, Grau für die Böden, das Bett und das Sofa. Nur hier und da fällt eine roséfarbene Vase oder ein gemustertes Kissen ins Auge. Dazu sind Bilder und Deko perfekt arrangiert, die Regale penibel aufgeräumt. Nichts liegt herum, nicht mal in der Ankleide, in der die Blusen und Jacken nach Farben geordnet an den meterlangen Kleiderstangen hängen. Und trotzdem wirkt dieses Zuhause im Bauhausstil alles andere als kalt oder unpersönlich: Es ist ausgesprochen geschmackvoll eingerichtet. „Wir mögen es halt gerne puristisch, bloß keinen Schnickschnack“, erklärt Florian Schreiber (32) und seine Frau, Mareike (29), fügt hinzu: „Wir haben eben beide den gleichen Geschmack und sind sehr strukturiert, Florian noch mehr als ich.“

Der Schreinermeister und die Industriekauffrau haben sich ihren Wohntraum im Bauhausstil bis ins Detail erfüllt. Ihr weißgrauer Würfel steht in Offenbach am Main. Zuvor wohnte das Paar in einer Dreizimmerwohnung zur Miete – eigentlich alles ganz okay, doch es fehlte ein Büro und ein eigener Raum für die umfangreiche Garderobe. Also gingen die beiden auf die Suche nach einer Vier- bis Fünfzimmerwohnung. Ohne Erfolg. „Die Preise haben uns ziemlich überrascht“, erzählt Mareike Schreiber, „Wir hätten sehr viel Miete zahlen müssen und überlegten, ob wir lieber bauen sollten.“ Die Vorteile lagen auf der Hand: Mit einem Neubau bekämen sie und ihr Mann die perfekte Raumaufteilung.

Kontrastreich: Auf der Hausrückseite lockert schwarze Farbe die Fassade auf – ein echter Hingucker. (Foto: FingerHaus)
Kontrastreich: Auf der Hausrückseite lockert schwarze Farbe die Fassade auf – ein echter Hingucker. (Foto: FingerHaus)

Da die beiden viel arbeiten, kam für sie nur ein Fertighaus infrage. Nach einer kurzen Internetrecherche fuhren sie mit Freunden in den Musterhauspark nach Bad Vilbel bei Frankfurt. Jedes Haus wurde angeschaut, die Innenausstattung genau unter die Lupe genommen. Am Ende blieben die Eheleute bei FingerHaus hängen. „Hier fühlten wir uns einfach gut aufgehoben“, sagt Florian Schreiber. Ein späterer Rundgang durch die Fertigung des Unternehmens bestätigte den ersten, positiven Eindruck: „Die Qualität hat uns einfach überzeugt.“

Die Bauherren entschieden sich für eine an das Hauskonzept NEO angelehnte freie Planung. Hier waren auch viele individuelle Änderungen möglich: „Wir wollten unbedingt ein Flachdach – mit Begrünung“, erklärt Mareike Schreiber. Ein Wunsch, der sich leicht erfüllen ließ, genauso wie der nach einer zweiten Galerie, für die eines der beiden Bäder im Obergeschoss weichen musste. Die enorme Raumhöhe, dieses luftige Wohngefühl war ihnen einfach wichtiger.

Geschützt: Die Nachbarn sind zwar alle sehr nett, sollen aber trotzdem nicht direkt auf die Loungeecke schauen. (Foto: FingerHaus)
Geschützt: Die Nachbarn sind zwar alle sehr nett, sollen aber trotzdem nicht direkt auf die Loungeecke schauen. (Foto: FingerHaus)

Erst als der Vertrag unterschrieben war, gingen die zwei auf die Suche nach einem Grundstück. Planung und Bauphase verliefen reibungslos: „Absolut keine Komplikationen“, bestätigt das Ehepaar. Als die Bemusterung anstand, waren sich Mareike und Florian über die wichtigsten Entscheidungen längst einig. Alles wurde gemeinsam ausgesucht, ohne Diskussionen. Wahrscheinlich wundert sich der Mitarbeiter von FingerHaus noch heute über die Schnelligkeit und Harmonie der beiden. Ihr Haus haben sie am Ende „nur“ technikfertig übernommen: Streichen, Böden verlegen, die Küche planen, Türen kaufen und das Bad fertigstellen wollten sie unbedingt selbst, natürlich mithilfe ihrer Familien.

So entstand zum Beispiel der Wohnzimmerboden in Eigenregie: ein grauer, mineralisch schimmernder Polyurethan-Belag, der wie Estrich gegossen wird – passend zu der restlichen Einrichtung im Bauhausstil. „Den findet man auch in der Industrie oder in Modegeschäften“, erklärt Florian Schreiber. Im Badezimmer gossen die Hausbesitzer den gleichen Boden in mattem Weiß, dazu strichen sie die Wände, auch in der begehbaren Dusche, mit hellgrauer Effektfarbe. Im Schlafzimmer sowie in der Ankleide verlegten sie Laminat. Ein ganz besonderes Kunstwerk wurde die dunkelgraue Steinwand, die sich von der Sofaecke bis hinauf auf die Galerie zieht.

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