Leben im Generationshaus

Gegenseitige Hilfe und die gemeinsame Freude an den Kindern prägen den Alltag der Bauherren Schmidt und Manke. Südlich von Hamburg leben sie seit zwei Jahren zusammen in einem ganz nach ihren Wünschen geplanten Generationenhaus.

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Familie Schmidt und Familie Manke
Familie Schmidt und Familie Manke

Eine temperamentvolle Trampolinakrobatin, eine leidenschaftliche Puppenmutti und ein kleiner Feuerwehrmann zusammen mit ihren Eltern und Großeltern – sie alle leben gemeinsam in einem Generationenhaus auf einem Grundstück. Das moderne Doppelhaus bietet reichlich Platz für die siebenköpfige Familie. „Es ist ein Traum. Wir alle haben nur Vorteile von diesem neuen Zusammenleben“, sagt Bauherrin Heike Schmidt. Die Kinder genießen viel Freiraum und können bei Oma und Opa jederzeit ein- und ausgehen. Wenn die Eltern spontan Lust auf einen abendlichen Kino- oder Restaurantbesuch verspüren, brauchen sie nie einen Babysitter, denn um die Kleinen kümmern sich die Großeltern mit Hingabe. „Mein Mann und ich nehmen jeden Tag am Leben unserer Kinder und Enkel teil, und für uns bedeutet es das reine Glück“, sagt Großmutter Vera Manke.

Gemeinsam mit ihrem Mann Heinz lebt sie seit rund 50 Jahren auf dem großzügigen Grundstück in einer 40.000-Einwohner-Gemeinde südlich von Hamburg. Ihr altes Haus haben die Mankes abreißen lassen, um Platz zu schaffen für das moderne Generationshaus. Heute wohnen sie auf rund 118 Quadratmetern mit barrierefreier Ausstattung. Breite Türen, schwellenlose Übergänge und eine bodengleiche Dusche sorgen für hohen Wohnkomfort. Großzügige Schiebe-Fenstertüren lassen viel Tageslicht in das Wohn-Esszimmer. In ihrem eigenen kleinen Garten hinter dem Haus und auf ihrer Terrasse genießen die Senioren gern die Morgensonne. „Alles im Haus ist hell, freundlich und sehr praktisch gestaltet“, schwärmt Vera Manke. Dank der akribischen Planung des Grundrisses konnten die Mankes alle Möbel im neuen Haus gut unterbringen.

In der vorderen, größeren Haushälfte leben die Schmidts mit ihren drei Kindern. Auf 172 Quadratmetern Wohnfläche hat jedes Kind sein eigenes Zimmer mit Blick in den Garten. Wirbelwind Paulina (8) kann sich an der Ballettstange mit Spiegelwand auspowern. Hausmütterchen Charlotte (6) spielt am Liebsten ganz für sich allein in der kuscheligen Puppenecke. Den kleinen Bruder Till (4) findet man oft beim Tüfteln an seiner Spielzeug-Werkbank oder draußen mit Opa Heinz bei der Gartenarbeit. Auch die Eltern Heike und Sebastian haben sich Freiraum geschaffen – unter anderem mit einem separaten Badezimmer für die Kinder. Beide Eltern haben ihr eigenes Arbeitszimmer, in dem auch Gäste untergebracht werden können.

Im Erdgeschoss bietet der großzügige Wohn-Ess-Bereich mit offener Küche den idealen Raum für ein lebendiges Familienleben. „Ich genieße es, beim Kochen nicht ausgeschlossen zu sein und alles mitzubekommen“, schwärmt Heike Schmidt.

Kurze Wege und die praktischen Aspekte des Alltags spielten bei der Planung eine wichtige Rolle. In einer versteckten Nische hinter der Küche liegen Putzutensilien griffbereit, und ein Getränkevorrat lagert dort in einem zusätzlichen Kühlschrank. Ihren Wäscheraum mit Waschmaschine und Trockner haben die Schmidts im Obergeschoss untergebracht. So wird die Wäsche da erledigt, wo sie anfällt. Ein ganz besonderes Detail ist der so genannte Zauberschrank. „Ich kann ungebügelte Wäsche hineinlegen und sie am nächsten Tag gebügelt wieder herausholen“, schildert Heike Schmidt augenzwinkernd. So etwas ist allerdings ausschließlich in Generationenhäusern mit hilfsbereiten Eltern möglich.

Das Zusammenleben der drei Generationen klappt reibungslos. „Wir helfen uns gegenseitig und erleben viel Freude in unserem Alltag“, sind sich Mutter Vera Manke und Tochter Heike Schmidt einig. Den ersten Anstoß zu dieser Idee gab der jüngste Enkel Till. „Mit seiner Geburt wurde es in unserem damaligen Haus mit drei Kindern zu eng“, erzählt Heike Schmidt. Nach einigen Jahren in einem abgelegenen Haus am Waldrand träumte die Familie davon, im Ortszentrum zu wohnen und nicht mehr jeden Weg zum Kindergarten oder zum Supermarkt mit dem Auto erledigen zu müssen. Auf dem idealen, zentral gelegenen Grundstück lebten Heike Schmidts Eltern in ihrem alten Haus. Auch sie waren nicht mehr zufrieden mit ihren Lebensumständen: „Den großen Garten konnten wir allein kaum noch bewältigen, und unser Haus aus den 60er Jahren war stark renovierungsbedürftig“, erinnert sich Vera Manke. Doch auf keinen Fall wollten die Mankes ihr besonderes Grundstück in fremde Hände geben.

Die Idee eines Generationenhauses auf dem Familiengrundstück bot die perfekte Lösung. Allerdings mussten Heike und Sebastian Schmidt nach vielen verworfenen Planungsskizzen feststellen, dass eine Erweiterung des alten Hauses nicht zu machen war. Als einzige Möglichkeit blieben Abriss und Neubau. „Ich musste schwer schlucken bei dem Gedanken, mein Elternhaus abzureißen“, sagt die Bauherrin. Unter Tränen unterbreitete sie ihren Eltern den Vorschlag – und staunte über deren spontane Zustimmung.

Trotz aller Einigkeit gestaltete sich die Planung des Bauprojektes nicht einfach. „Wir haben gründlich recherchiert, aber es gab kein fertiges Konzept für ein Generationenhaus nach unseren Vorstellungen“, erzählt die Bauherrin. Schließlich entwickelte ihr Mann Sebastian mithilfe eines Computerprogramms einen eigenen Entwurf. Entscheidend für die Familie war das richtige Maß von Nähe und Unabhängigkeit der Generationen. „Wir leben gern zusammen, wollen aber trotzdem in allen Dingen so eigenständig wie möglich bleiben“, sagt Heike Schmidt. Das gilt auch für ihre Eltern: Sie können weiterhin selbständig in ihrem eigenen Haus leben, doch zugleich gibt ihnen die Nähe der Familie Sicherheit und Halt.

Mit FingerHaus fanden die Bauherren den idealen Partner für die Umsetzung ihrer Hauspläne. „Überzeugt haben uns die Optik, die Qualität und das Energiekonzept der Häuser „, sagt Heike Schmidt. Nach einer gemeinsamen Werksbesichtigung bei FingerHaus hatten alle Beteiligten das Gefühl, den richtigen Anbieter gefunden zu haben. Besonders wichtig waren ihnen der reibungslose Ablauf der Bauphase und ein präziser Einzugstermin. „Unsere Erwartungen haben sich voll erfüllt, auch wenn sich einige Reibungspunkte bei einem so komplexen Projekt nicht vermeiden lassen“, resümiert Heike Schmidt. Begeistert sind die Bauherren von der Flexibilität ihres Partners bei der Planung. Mit viel Mühe und Blick für Details haben sie die Grundrisse so geplant, dass sich alle Möbel gut unterbringen ließen und viele praktische Ideen verwirklicht werden konnten. „Mein Mann hat alle Möbel maßstabgetreu aus Pappe ausgeschnitten und die Pläne so oft überarbeitet, bis alles passte“, schildert Heike Schmidt. Die Profis von FingerHaus setzen alles wunschgemäß um. „Wir finden es toll, dass sich der Grundriss so flexibel gestalten ließ.“

Gemeinsame Zeit genießt die ganze Familie heute vor allem im Garten: Die Kinder können sich auf dem Trampolin und dem Klettergerüst austoben, Großvater Heinz übernimmt gern das Rasenmähen für alle. So bleibt für die Eltern auch mal Zeit für eine Atempause im turbulenten Familienalltag.

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